Fragen an die Verwaltung und Politik bezüglich der geplanten Kita am Appelweg

Warum soll die Kita so aussehen?

Und warum nicht so?

Welches der beiden Gebäude wirkt lebendiger?

In welchem Gebäude werden sich Kinder vermutlich freier entwickeln können?

 

  1. Fragen zur Nutzung des hinteren, nicht benötigten Teils des Grundstücks
    • Warum wurde das „Klubhaus“ im hinteren Teil des Grundstücks nicht abgerissen?
    • Was geschieht langfristig mit dem „Klubhaus“, das in einem schlechten Zustand ist?
    • Wie wird das Grundstück in Verlängerung des Klubhauses genutzt werden?
    • Welche Maßnahmen zur Verringerung der Lärmbelästigung der Anwohner sind geplant?
  1. Fragen zur Größe der Kita und des Verkehrs
    • Der Bürgerverein Kliedbruch geht davon aus, dass die meisten Kinder mit dem Auto zur Kita gebracht werden. Der Appellweg ist eine enge Straße ohne Fuß- und Radweg, auf der zwei größere Auto nicht aneinander vorbeikommen, ohne den Randstreifen zu befahren. Welche Ideen für die Verkehrsführung haben Sie entwickelt, um den Verkehr von mindestens 100 Fahrzeugen, die ankommend Kinder bringen und mindestens 100 Fahrzeugen, die die Kinder auch wieder abholen, nachbarschaftstauglich zu führen?
    • Warum ist es zu befürworten oder zumindest hinzunehmen, dass durch diese Kita der PKW-Verkehr innerhalb der Stadt zunehmen wird, mit allen Folgen wie mehr Lärm, mehr Feinstaub, weniger Verkehrssicherheit?
    • Wie sind die Auswirkungen einer „Pendel-Kita“ zu bewerten, beispielsweise im Hinblick auf das Sozialleben der Kinder, wenn ihre Kita-Freunde eben nicht in ihrer jeweiligen fußläufigen Nachbarschaft leben, sondern in der Stadt verteilt?
  1. Fragen zum pädagogischen Konzept
    • Aus welchen pädagogischen Gründen haben Sie sich gegen kleinere Kitas entschieden, die ein Einzugsgebiet im fußläufigen Bereich hätten?
    • Im Vorfeld der Planungen dieser Kita wurde gesagt, dass diese Größe Wirtschaftlichkeitsüberlegungen geschuldet sein. Warum ist es richtig, betriebs-wirtschaftliche Überlegungen wichtiger zu nehmen als die Bedürfnisse der Kinder?
    • Man weiß ja, dass Architektur wie ein Erzieher wirkt. Welches Menschenbild und welche Erziehungsziele werden in der Architektur dieser Kita im Auftrage der Verwaltung gewissermaßen „in Stein gemeißelt“? Welche Vorgaben gab es diesbezüglich seitens der Stadtverwaltung?
    • Wie wichtig finden Sie es, dass Kinder dort, wo sie ihren Tag verbringen, lernen können, wie Essen zubereitet wird, d.h. dass die Kinder die Zutaten kennenlernen, Zubereitungen erleben, kurz erfahren, dass unsere Nahrung aus der Natur kommt?
    • Wie ist zu gewährleisten, dass Kinder in die „Küchenarbeit“ einbezogen werden?
  1. Fragen zum architektonischen Konzept
    • Entwurfsskizze und realisierter Bau sind nicht dasselbe. Wie wird dieses Gebäude aussehen können, wenn beispielsweise auf die Verzierungen des „Nestes“ im Obergeschoss verzichtet wird?
    • Es sollen gleich mehrere Gebäude nach diesem Muster als Kita in unserer Stadt errichtet werden. Wie wirkt sich diese „Massenfertigung“ auf das Stadtbild aus?
    • Warum wird nicht erst ein Gebäude errichtet, damit die gemachten Erfahrungen mit der Architektur in mögliche Verbesserungen eines weiteren Gebäudes einfließen?
  1. Fragen zum Betreiber und dem Betrieb der Kita
    • Der Presse ist zu entnehmen, dass die Stadtverwaltung diese Kita nicht in Eigenregie betreiben will und einen Betreiber sucht. Wie viele Betreiber haben sich aktuell beworben? Und wer sind diese?
    • Hat der künftige Betreiber Einfluss auf die Architektur?
    • Wird das Gebäude erstellt werden, auch wenn es noch keinen verbindlichen Vertrag mit einem Betreiber gibt?
    • In Düsseldorf und Kempen können Erzieherstellen nicht besetzt werden, mit entsprechenden Folgen für die Kinderbetreuung. Warum sind Sie der Überzeugung, dass es Krefeld eher gelingen wird, qualifizierte Erzieher zu gewinnen, um alle Stellen der geplanten Kitas zu besetzen?
    • Welche Alternativen, wie beispielsweise Tagesmütter, wurden (a) bedacht, (b) mit welchem Ergebnis durchgespielt und (c) warum verworfen?
  1. Fragen zum finanziellen Aspekt
    • Wie lange soll dieses Gebäude funktionsfähig sein?
    • Wie stellen Sie sicher, dass stets ausreichend Mittel für die Instandhaltung dieses Gebäudes bereitstehen, und zwar über den gesamten Zeitraum der Nutzung?
    • Warum ist es aus Ihrer Sicht richtig, Steuergelder zunächst in die Bauwirtschaft fließen zu lassen, zu einer Zeit, in der die Branche boomt und die Preise hoch sind?